Donnerstag, 30. Oktober 2008

Bollywood






Es ist fuer uns kaum vorstellbar, dass in Ulm die ersten Schneeflocken gefallen sind! Maria teilte es uns mit. Die Hitze, die wir gestern erlebten, ist wohl kaum zu uebertreffen! Und zwar standen wir in den Buehnenlichtern der Bollywood-Szene! Umringt von lauter als Gogo-Girls wirkenden ukrainischen Maedchen und von indischen "big Filmstars" tanzten wir von 10 Uhr morgens bis 10 Uhr abends zusammen mit 28 weiteren weissen Statisten in den "Filmistan Studios" fuer den Film "Loot". Ein tolles Abenteuer!

Dienstag, 28. Oktober 2008

Mumbai

Miriam und ich sind heute morgen in Mumbai, dem frueheren Bombay, angekommen. Die Inder haben vor ein paar Jahren die Stadt einfach umbenannt, genau wie Madras jetzt Chennai heisst, und anscheinend weiss keiner genau wieso. Naja, ungewoehnliches ist ja hier erlaubt. Wir haben im Zug einige Artikel ueber Bombay gelesen, unter bringt diese 20 Millionen Stadt ein Drittel der Einkommenssteuer Indiens ein, gleichzeitig existieren hier die groessten Slums Asiens. In dem Reisefuehrer hiess es, Bombay wuerde mit seinem Laerm, Dreck und Verkehrschaos von keiner Stadt Indiens uebertroffen werden und nach unseren Erfahrungen mit Delhi waren Miriam und ich starr vor Entsetzen bei dem Gedanken dass es noch schlimmer gehen koennte. Als wir heute morgen dann allerdings mit einer leeren S-Bahn an der Churchgate Station mitten im Zentrum ankamen wurden wir ueberrascht von leeren Strassen abgesehen von einigen lethargischen Suessigkeitenverkaeufern und ein paar tollwuetigen Hunden sowie einer fuer indische Verhaeltnisse Totenstille in der Metropole. Kein Wunder, heute ist der zweite Tag von Diwali, dem hinduistischen Pendant zu Weihnachten, an dem alle indischen Familien zusammen mit Geschenken, Essen und lauter lauten Boellern feiern. Diese Boeller unterstehen in Indien wohl keiner gesetzlichen Norm, jedenfalls explodierte vorhin einer neben uns der wohl ohne Probleme einen groesseren Hund oder einen halben Menschen zerfetzen koennte - keine schoene Vorstellung! Naja, wir sind bisher ein bisschen herumspaziert und das ist bei ca. 38 Grad und 97% Luftfeuchtigkeit echte Schwerstarbeit. Spaeter wollen wir uns mit einer indischen Aerztin treffen, die mit Miriams Freundin Carla befreundet ist, und Abendessen gehen. Darauf freuen wir uns schon riesig. Bis demnaechst!

Samstag, 25. Oktober 2008

Hier kommen ein paar Bilder: Ein paar Village People, die uns zum Essen eingeladen hatten, als wir mit unserem Fahrer, der sie wohl kennt, bei ihnen stoppten und eine Tasse Chai tranken. Diese ruehrenden Menschen gaben uns das Essen, das sie eigentlich fuer ihre Soehne gekocht hatten, die den ganzen Tag bei ca 38 Grad und sengender Sonne auf dem Feld gearbeitet hatten. Als sie nach Hause kamen, mussten sie auf ihr Essen warten, weil wir es gegessen haben. Ein unglaubliches Erlebnis der Gastfreundschaft!




Mi und ich vorm Taj Mahal. Dieser Palast wurde von Shah Jahan fuer seine Lieblingsfrau gebaut - ein wahnsinniges Bauwerk! Was die Liebe alles vollbringen kann...




2 indische Touristinnen mit ihren Kindern in einer Warteschlange vor einem Tempel. Die Inder lieben es, sich fotografieren zu lassen und alle Frauen tragen jeden Tag, bei der Arbeit, bei allem die schoensten Saris, die man sich vorstellen kann.




Indische Schuljungs auf dem Heimweg in Delhi. Es gibt wohl eine Schulpflicht in Indien, aber wir haben noch nicht herausgefunden fuer wen in welcher Kaste. Jungs gehen eigentlich fast alle, ausser die ganz armen, Maedchen nur in den Staedten. Und alle tragen wunderschoene indische Schuluniformsaris.

Montag, 20. Oktober 2008

Eine tueckische Tour

Hallo zusammen,
Erfolgreich haben Miriam und ich es geschafft, 3 Tage in Indien zu ueberstehen ohne Durchfall zu haben und auch ohne uns eine Touri-Tour aufs Auge druecken zu lassen. Darauf sind wir sehr stolz. Dies aenderte sich heute.
Durchfall haben wir noch keinen, aber dafuer das Rundum-sorglos Paket unserer vertrauenswuerdigen Hotelmama in Delhi erworben, welches uns die schoensten Sehenswuerdigkeiten, eine tolle Safari, Super-Deluxe-Hotels und ein am Ende leeres Portemonnaie garantiert. Unser Fahrer will uns konstant "happy" machen, er schafft dies mehr oder minder, indem er uns heute einerseits in einer Tourigaststaette zum essen absetzte, wo noch hunderte anderer europaeischer Touristen bestimmt vollkommen freiwillig herumsassen und ziemlich dumm aus der Waesche guckten. Andererseits lud er uns bei dem schoensten Mughal Mausoleum in ganz Indien ab, das wir ohne ihn bestimmt nicht besichtigt haetten. Man ging durch ein riesiges Tor und befand sich wie daraufin in arabisch angekuendigt wurde im "Garten Eden" und fuer uns war dies wirklich der Fall: Ein riesiger Park, fast verwunschen im leicht diesigen fruehen Abendlicht mit grasenden Antilopen, Pfauen, Reihern, Schimpansen und anderen Affen, vor denen man sich hueten musste, Papageien und Adlern. Adler gibt es hier sowieso wie Sand am Meer in den grossen Staedten, das ist unglaublich anzusehen, sie fliegen wirklich in Schwaermen. Das Mausoleum war wunderschoen aus roten Sandsteinen und zum Teil marmorbedeckt. Naja, der Besuch war traumhaft schoen.
Spaeter kaufte unser Fahrer uns noch "best kwality mineral water" an einem staubbedeckten Kiosk, das in schlammverdreckten Flaschen geliefert wurde. Wir haben uns hoeflich bedankt und gleich ein paar Micropur reingeworfen. :-)
Heute Abend waren wir noch in einem Restaurant essen und 2 etwa 10 jaehrige Jungs im Maharatscha Kostuem versuchten, uns etwas vorzutanzen, um Geld zu verdienen. Ich wurde an diese schreckliche Szene im Film "Drachenlaeufer" erinnert. Ob diese beiden zur Schule gehen? Sie sagten ja, verstanden uns aber sehr wenig. Wahrscheinlich sollen sie das sagen. Auf dem Rueckweg zum Hotel fuhren wir an den Slums vorbei, wo Kinder halbnackt rumlaufen, das ganze Elend liegt einem hier wirklich bar vor Augen. Naja, das sind die anderen Seiten Indiens.
So. Und jetzt, liebe Nico, kommen die FOTOS!...Leider funktioniert das grad nicht und unser Hotelinternet ist ein bisschen teuer. Wir versuchens morgen nochmal.
Bis bald!

Samstag, 18. Oktober 2008

2. Tag in Delhi

Den 2. Tag in Delhi haben wir nun auch gut ueberstanden. Zuerst mussten wir unseren Jetlag ausschlafen, da wir gestern eher uebermuedet durch die Strassen von Pahaganj rumliefen. Wir haben heute bemerkt, mit was fuer Scheuklappen wir aus lauter Anspannung durch die Strassen dieses Stadtteils gelaufen waren. Als wir dann gemuetlich gefruehstueckt hatten, hat die Managern, eine ganz taffe Frau, uns einen Taxi organisiert, der uns zum Red Fort in Old Delhi gefahren hat. Das war auch ein ganz schoenes Erlebnis. Wir konnten mal wieder feststellen, dass hier mit dem Gehoer und nicht auf Sicht gefahren wird. Das Red Fort war toll: rot :-), riesig und ruhig. Mehrere Leute kamen auf uns zu, um ihre Frau mit uns fotografieren zu lassen. Zwei niedliche Kinder wollten uns die Hand geben. So haben wir gemerkt, dass wir auch eine gewissen Attraktion fuer die Einwohner von Delhi sind. Nach ein paar interessanten Verhandlungen ueber unsere Fahrt durch das goldene Dreieck, sind wir dann am Abend mit einer Autorickshaw ans Indian Gate gefahren. Da sammelten sich ein paar Leute zusammen , um sich mit uns fotografieren zu lassen. Am Ende mussten wir dann sogar dankend absagen. Spaeter gab es ein gutes indisches Essen!
Bis bald!

Freitag, 17. Oktober 2008

Namaste!

Namaste in Indien!!!

Heute morgen sind Miriam und ich in Delhi angekommen, und durch unsere gute Vorbereitung (Dank Ingmar!!!) hat die Fahrt vom Flughafen zu unserem Hotel im Backpackerviertel Paharganj auch super geklappt. Vollkommen platt haben wir erst ein paar Stunden geschlafen und uns dann aufgemacht, um unseren ersten indischen Kulturschock zu erleben. Hat auch wunderbar funktioniert und jetzt gerade sind wir einfach viel zu baff von dieser absolut anderen Welt hier, um irgendetwas zu kapieren. Angeblich braucht dieser Kulturschock ja 2 Wochen, und jetzt koennen wir auch verstehen warum. Die Hotelmama hat uns als erstes erklaert, wie man sich auf indischen Strassen verhaelt. Mein Gott, muessen wir hilflos gewirkt haben :-) Aber jetzt sind wir schon mit einer indischen SIMKarte ausgeruestet. Und frei nach dem Motto expect the unexpected haben wir eine der multiplen Unterschriften auf dem Telefonanmeldeformular vergessen und der Typ ist uns durch das ganze Viertel auf seinem Motorrad hinterhergefahren, hat uns gefunden und um die letzte Unterschrift gebeten. Richtig klasse!

Mal sehen, was als naechstes passiert!!! Bis bald!